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15.03.2018
Pressemitteilung: Reinhard Oelbermann, MdL
"Tagesmütter und Tagesväter leisten Großartiges für unsere Gesellschaft. Leider wird dieser Einsatz seitens der Landesregierung nicht angemessen gefördert."

 

Vor dem Hintergrund anstehender Änderungen des rheinland-pfälzischen Kindertagesstättengesetzes stellte der Landtagsabgeordnete Reinhard Oelbermann eine kleine Anfrage an die Landesregierung. Dabei ging es um die Auswirkungen der Änderungen auf die Kindertagespflege.Die Kindertagespflege ist den Kindertagesstätten zwar rechtlich gleichgestellt, wird wirtschaftlich aber weiterhin von der Politik benachteiligt. 

Reinhard Oelbermann ging es bei der Anfrage vor allem darum, ob das neue Kindertagesstättengesetz die faktische Gleichstellung von Kindertagespflege und Kindertagesstätten vorsieht. Wird es auch einen Rechtsanspruch auf einen beitragsfreien Betreuungsplatz in der Kindertagespflege geben, wie er bei Kindertagesstättenplätzen besteht?

 

Die Antworten seitens der Landesregierung seien nicht zufriedenstellend, betonte der Landtagsabgeordnete. „Die 1519 Tagesmütter und Tagesväter entlasten täglich viele Familien in unserem Land und leisten einen wichtigen Beitrag für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir brauchen beides: Kindertagespflege und institutionellen Kindesbetreuung. Gerade deshalb finde ich es sehr schade, dass die beiden Formen der Kindesbetreuung wirtschaftlich weiterhin unterschiedlich behandelt werden.“, so Reinhard Oelbermann.

 

Dabei bezieht er sich auf die Aussage, dass auch in Zukunft kein Rechtsanspruch auf einen beitragsfreien Betreuungsplatz in der Kindertagespflege vorgesehen ist. Mit dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz und der Beitragsfreiheit ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr habe die Landesregierung von Rheinland-Pfalz einen bewussten Anreiz für die institutionelle Betreuung geschaffen. Außerdem müsse man traurig feststellen, dass gezielte Unterstützungen der Kindertagespflege nicht vorgesehen sind. Die öffentlichen Träger der Jugendhilfe werden weitgehend mit der Verwaltung der Aufgaben alleine gelassen. Die Einrichtung eines Landesbüros „Kindertagespflege“ ist nicht vorgesehen.

 

„Ich kenne und schätze die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter in meinem Wahlkreis sehr gut, seit ich im Wahlkampf auf die Probleme aufmerksam wurde. Ich unterstütze die Arbeit des neugegründeten Vereins „Pro Kindertagespflege“ und werde mich weiter für eine bessere Wahrnehmung der Probleme in Mainz einsetzen. Dem verantwortlichen Ministerium werde ich die Interessen des Vereins darstellen und mich für die faktische Gleichstellung stark machen.“, erklärt Reinhard Oelbermann abschließend.